Neubau Rathaus

Darmstadt - BLUM: Koalition macht konzeptionslose Schönrechnerei zum Fundament ihrer Entscheidungen

Als konzeptionslose Schönrechnerei kritisiert der FDP-Kreisvorsitzende und Stadtverordnete Leif Blum die von der Magistratsmehrheit beschlossene Vorlage zum Neubau eines zentralen Rathauses. "Auf dieser Grundlage kann eine seriöse Entscheidung zu diesem Thema nicht getroffen werden.", bemängelt Blum.

Schon bei der Berechnung des Flächenbedarfs sei völlig unklar, auf welcher Grundlage die Annahme basiere, man könne die benötigten Flächen um ein Drittel reduzieren. "Dies kann nur durch einen massiven Verwaltungsumbau möglich werden. Hierzu liegt jedoch bisher keinerlei Konzept vor.", so Blum. Auch sei es wenig seriös, die möglichen Maximalkosten zur Grundlage der Projektentwicklung zu machen. Sinnvollerweise müsse nach Ansicht der FDP eine Bedarfsanalyse an die Funktionalität des neuen Gebäudes am Anfang des Planungsprozesses stehen. "Zu guter letzt werden in der Kostengegenüberstellung von Neubau und Status Quo die Abschreibungen für den Neubau völlig ausser Acht gelassen. Dies widerspricht jedoch jeder betriebswirtschaftlichen Methodik und stellt die Rentabilität eines Neubaus nachhaltig in Frage.", erklärt Blum weiter.

"Die Koalition verfährt bei diesem so zentralen Projekt ihrer Amtszeit augenscheinlich nach dem Pipi-Langstrumpf-Prinzip (ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt). Ich habe große Zweifel, ob der Koalition tatsächlich an einer ergebnisoffenen Debatte gelegen ist, da offensichtlich die Standortfrage abschließend entschieden ist.", so Blum abschließend. Dennoch wolle sich die FDP in den angekündigten Runden Tisch konstruktiv einbringen.

 

Leif Blum