Abwassergebühren sollen steigen

 

FDP-Bessungen

 

Der Magistrat der Stadt Darmstadt denkt darüber nach, die Abwassergebühren um etwa 10% zu erhöhen. Die Erhöhung kann nötig werden, weil der seit etwa 200 Jahren

unterirdisch fließende Darmbach von der Kanalisation getrennt und an die Oberfläche geholt werden soll. Die Stadt muss dann für die Reinigung des Darmbach-Wassers nichts mehr bezahlen, aber der Käranlage entgehen Einnahmen in Höhe von etwa 2 Mio Euro,

die durch die Erhöhung der Abwassergebühren für die Bürger ausgeglichen werden müssen.

Das Ganze hat den schönen Titel

"Offenlegung des Darmbachs".

 

Wie die Offenlegung des Darmbachs aussehen könnte, ist an der "Darmbachrinne" vor dem Kongresszentrum zu besichtigen.

Man hofft zwar, dass diese Rinne nach der Offenlegung das ganze Jahr Wasser führen wird, aber es gibt darüber keinerlei gesicherte Zahlen.

Was uns in trockenen Sommermonaten erwarten wird ist nicht bekannt.

 

Damit die Stadt ihre Wassergebühren auf die Bürger verlagern kann, müssen aber zuerst einmal 7 Mio Euro investiert werden. Diese Zahl wurde auf Basis einer Planung aus dem Jahr 2003 berechnet. Sie bezieht sich auf ein Ende der Baumaßnahmen in 2017 und ist sicher so realistisch wie die ursprüngliche Schätzung für den Berliner Flughafen.

 

Bei einem anderen Großprojekt der Stadt hat der OB die Notbremse gezogen.

Der geplante Rathausbau ist ihm offenbar zu groß, zu unübersichtlich und zu riskant geworden und er hofft jetzt, ihn durch einen "Bürgerentscheid" entsorgen zu können.

Es bietet sich an, bei diesem Wahlgang gleich mit über die Offenlegung des Darmbachs

zu entscheiden. Im anderen Fall wird es noch jahrelange unerfreuliche Diskussionen

über dieses Thema geben.

 

Bruno Winkel