Konversionsflächen - wann geht es endlich vorwärts?

Konversionsflächen noch immer nicht nutzbar

Eberstadt - Die Konversionsflächen bieten zur Zeit das größte Wohnraumpotenzial unserer Stadt. Wohnraum ist knapp und es ist Eile ist geboten, denn Darmstadt wird in den kommenden Jahren weiter wachsen.


Die Verhandlungen zwischen der Stadt und dem gegenwärtigen Eigentümer der Konversionsflächen, der BIMA, stecken fest. Die Stadt hat auf Konfrontation gesetzt und ist gescheitert.

Unter der Vorgängerregierung mit Beteiligung der FDP hatte alles gut angefangen. Die Bürgerinnen und Bürger wurden durch Planungswerkstätten in die Gestaltung einbezogen. Offenbar setzt die neue Regierung aus CDU und Grünen andere Schwerpunkte und es ist fraglich, ob sie noch auf einem realistischen Weg handelt, und wie der Bürgerwille aktuell berücksichtigt wird.


Die FDP fordert konstruktive Verhandlungen mit der BIMA, die in angemessener Zeit zu vernünftigen Ergebnissen führen. In anderen Städten, wie zum Beispiel in Hanau, wurden gemeinsam mit der BIMA gute Lösungen gefunden.


Die Überlegungen der Schwarz-Grünen Regierung, alle Konversionsflächen mit Hilfe städtischer Gesellschaften zu erwerben und zu entwickeln, sehen wir sehr kritisch. Das Planungsrecht der Stadt bietet ausreichende Einflussmöglichkeiten. Ein direkter Kauf durch Inverstoren ist zielführender.


Die Konversionsflächen in Darmstadt verfügen über ein Fernwärmesystem, das 1994 von der HSE aufwendig modernisiert wurde. In der Lincoln-Siedlung und der Cambrai-Fritsch-Kaserne läuft das System nur im Frostschutzbetrieb und wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Ein zügiger Abschluss der Verhandlungen wäre die Grundvoraussetzung zum Erhalt des Fernwärmesystems. Die Ergänzung des reinen Heizwerksbetriebs um eine Kraft-Wärme-Kopplung wäre im Hinblick auf die Energiewende sinnvoll.

 

Andreas May